Caffè delle lingue -lettura a due voci

Caffè delle lingue -lettura a due voci

Stefania Bambace liest zusammen mit Marco Terrana in der Stadtbibliothek Südpunkt

Lettura a due voci“….und was für Stimmen! Stefania Bambace, Dozentin am Bildungszentrum entdeckt in Mailand Marco Terrana, einen jungen Poeten mit außerordentlichem Talent. Marco Terrana liest zusammen mit Stefania aus seinem Erstlingswerk „Luglio 1999“, sowie aus seinem zweiten Buch „Ti fidi?“. Er nimmt uns mit auf seine Reise vom Jahr 1999 bis ins Jahr 2019. 20 Jahre Poesie, vom Fußballer zum Poeten, 20 Jahre in denen er rund um den Globus gereist ist und er viel erlebt hat: das Abnabeln von den Eltern, die erste Arbeit, Leben in Italien in der jetzigen Zeit und die Liebe. Die Liebe „Amore“ auf Italienisch, ist ein wichtiges Element seines Werkes. Zusammen mit Stefania liest er aus einem seiner schönsten Liebesgedichte  „ Quando dormi ti guardo“.

Sei bella quando dormi
vorrei dirtelo ogni volta che dormi
in realtà lo faccio e tu non rispondi
ecco sì, sei così bella perché dormi (….)

Besonders die emotionalen Schlussverse berühren die Zuhörer merklich.
e io non dormo tu sì
e sei lì e ti fidi tanto
da addormentarti accanto a me
ed é bello
fino a quando ti svegli e sorridi
e stupita mi chiedi
amore perché non dormi?

Diese Gedicht ist eine der schönsten Liebeserklärungen und  geht den Zuhörern  zu Herzen.

Neben der Liebe widmet Marco viele seiner Gedichten den größten „Cantautori“, also Liedermachern Italiens, wie zum Beispiel: Luigi Tenco mit einem Hommage an Fabrizio De André, dessen Poesie Marcos größte Quelle ist, und Lucio Dalla, ungewöhnlich für einen so jungen Poeten. Eines seiner Lieblingsgedichte ist „La terra senza uomo“,  welches er in  Bezug auf eines der bekanntesten Lieder von Dalla, „Le rondini“ geschrieben hat. Marco drückt in seinem Gedicht ein Gefühl von Leere aus, welches der Zuhörer mitfühlen kann. Dalla ist nicht mehr, deshalb sind auch keine Schwalben mehr am Himmel.

„La terra senza l‘uomo“
Non c‘é rondine Dalla
Nessun monumento all‘uguaglianza (…)
Nessun Rinascimento, nessuna Resistenza
né destra né centro né sinistra
nessuno impara a memoria la libertà
nessuno siede sul ciliegio esterno. (…) Ora basta é l‘alba(…) é la mia guerra, la mia chimica unica, la musica la mia rivoluzione la gentilezza (…) e prima di dormire scriverò su un altro foglio la terra é dell‘uomo.

Als Krönung des Abends tragen Stefania und Marco, die einfach wundervoll harmonieren, zusammen eine kleine Perle vor:

io<noi
Gli occhi sono posti
dove i vivi si incontrano
und begeistern damit Ihr Publikum.

Ein unvergesslicher und besonderer  Abend für alle Liebhaber der italienischen Literatur! Wir werden von diesem jungen sympathischen Autor bestimmt noch viel hören, bzw. lesen!

Link: http://www.radiorosbrera.com/2018/06/10/nicoletta-de-rossi-con-le-insegnanti-di-lingua-italiana-della-scuola-bz-in-norimberga/

Buchtipps:          Luglio 1999 di Marco Terrana; ISBN: 889343041X

                               Ti fidi di Marco Terrana; ISBN-10: 1093388897

Ein Kommentar

  1. Hilfe für Studenten 11. September 2019 um 17:01 . Antworten

    Was für wunderbare Stimmen! Würde auch gerne noch weiter vom Autor hören:)

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