Martin Droschke „Die Geschäfte der Herren Julius, König und Plebs"
Work-in-progress-Recherche Lesung
21.
November 2026
20.00 Uhr
Uhr
Die Lessingstraße in der Fürther Südstadt ist einer der zentralen Schauplätze eines Romanprojekts von Martin Droschke. Hier schlüpft der 13-jährige Ewald 1946 bei einem aus dem Zweiten Weltkrieg heimgekehrten KZ-Häftling unter. Mit einem Kreis nicht minder traumatisierter Ex-Wehrmachtssoldaten, überlebenden Juden, Funktionären und der US-Besatzungsmacht plant der Schuster aus der Nummer 23 eine Fälschungsaktion epischen
Ausmaßes: Er will die Biografie von Fürths größtem Sohn neu schreiben. Eine andere Stadt soll die Bürde seines Geburtsorts und der Stätte seiner Kindheit übernehmen. Denn die Sympathie des weltberühmten, ins 1933 Exil gegangenen Autors für den Kommunismus steht einem Aufstieg der Kleeblattstadt zur neuen Metropole Mittelfrankens im Weg.
Martin Droschke wird das Romanprojekt, das sich noch in Arbeit befindet, in Auszügen vorstellen und ist gespannt auf Geschichten, die ihm Zeitzeugen, Nachgeborene und natürlich auch alle anderen Fürther über die Lessingstraße und ihr Umfeld in den ersten Nachkriegsjahren erzählen können. Martin Droschke, lebte in den 1990ern in Fürth, war Teil der Kofferfabrik-Szene und Gründer und Mitherausgeber des Fürther Literaturmagazins Laufschrift. Heute steht sein Name vor allem für Bücher über die fränkische, böhmische, österreichische und die baden-württembergische Bierkultur.
8 € Eintritt
