Misha Schoeneberg liest aus „Vielleicht wollte er gar nicht schweigen, er fand bloß die Worte nicht“
Lesung und Lieder mit anschließender Gesprächsrunde
11.
November 2026
19.30 Uhr
-
21.00 Uhr
Der Vater stammt aus einer jüdischen Berliner Familie, er hat Auschwitz überlebt. Die Mutter kam aus Vorpommern, als Mädchen war sie im BDM. Eine deutsch-jüdische Verbindung des Nachkriegsdeutschlands – so ungewöhnlich wie ihre Kinder: eine seltene Mischung. Doch über die Geschichte herrschte Schweigen. Reflexionsstark, feinfühlig und mit subtilem Humor tastet Schoeneberg die Vergangenheit bis in die Gegenwart ab. Hatte der Vater nicht doch recht, wenn er sagte „Lass niemanden über dich etwas wissen“? Sind das die Lehren aus dem auf den Straßen Neuköllns erschallenden Jubel über das Massaker des 7. Oktober?
Misha Schoeneberg ist Autor, Historiker, Musiker und Sprachlehrer. Er schrieb Songs u.a. für Max Prosa, Texte für Rio Reiser und Ton Steine Scherben, die legendäre Musikkommune, zu der er 1981 stieß. Er studierte Südostasienwissenschaften in Berlin und veröffentlichte u.a. ein Thai-Lehrwerk. 1993 autorisierte ihn Leonard Cohen, seine Songs ins Deutsche zu übertragen. Das Doppelalbum mit namhaften Interpreten (u.a. Nina Hagen, Reinhard Mey, Peter Maffay) erschien 2014 zu Cohens 80. Geburtstag.
Ort: Vortragsraum 306, Hans-Sachs-Platz 2 (HGH), 3. OG Kosten: 9€, ermäßigt auf 7€ für Rentnerinnen und Rentner, Schülerinnen und Schüler, Studierende und Menschen, die Bürgergeld empfangen und frei für Mitglieder des Forums. Anmeldung: ist nicht erforde
9 € Eintritt

Vortragsraum des Forums für jüdische Geschichte und Kultur e.V.
Hans-Sachs-Platz 2
90403 Nürnberg
Webseite: www.norum.de
Hans-Sachs-Platz 2
90403 Nürnberg