Astronomische Höhepunkte 2022

Astronomische Höhepunkte 2022

Das kommende Jahr 2022 ist, wie leider auch schon 2021, nicht wirklich gesegnet an einer Vielzahl besonderen Himmelsereignissen. Ein paar Hinweise lohnen sich aber doch, zumal ja auch noch der ein oder andere unvorhergesehene Komet auftauchen kann, der sich durch besondere Größe und Helligkeit hervortut.

Leicht vorhersagen lassen sich die Finsternisse des nächsten Jahres. Es sind jeweils zwei partielle Sonnenfinsternisse und zwei totale Mondfinsternisse zu erwarten. Die partielle Sonnenfinsternis am 30. April kann von Mitteleuropa aus nicht beobachtet werden, aber die partielle Sonnenfinsternis am 25. Oktober wird in den Vormittags- und Mittagsstunden bei uns zu verfolgen sein, aber bitte nur mit der notwendigen Schutzmaßnahme für die Augen.

In den frühen Morgenstunden des 16. Mai kann man von Deutschland aus zumindest die erste Hälfte der totalen Mondfinsternis beobachten, bevor dann der Mond leider schon vor dem Höhepunkt der Verfinsterung untergeht. Die totale Mondfinsternis am 8. November ist von Nürnberg aus sogar komplett unsichtbar.

Kommen wir zu den Planeten. Diese sind dann besonders gut zu beobachten, wenn sie von der Sonne aus gesehen mit der Erde zusammen auf einer Seite stehen. Der Astronom nennt das „in Opposition zur Sonne stehen“, weil dann von der Erde aus Planet und Sonne auf unterschiedlichen Seiten des Himmels stehen, die Entfernung von der Erde zum Planet aber am geringsten ist.

© Phrood – Wikipedia

Der Mars steht im nächsten Jahr am 8. Dezember in Opposition zu Sonne und ist daher rund um diesen Termin im Sternbild Stier besonders auffällig. Außerdem wird er am 8. Dezember in den Morgenstunden vom Vollmond bedeckt.

Jupiter steht bereits am 26. September in Opposition und in dieser Zeit die ganze Nacht über mit maximaler Helligkeit zu sehen.

Auch Saturn erreicht seine Opposition 2022 und zwar am 14. August im Sternbild Steinbock. Dort ist er dann bis Jahresende am Abendhimmel zu beobachten.

Schließlich ist noch die Bedeckung von Uranus durch den Mond am 5. Dezember als astronomisches Glanzlicht zu nennen, auch wenn das nur mit kleinen Teleskopen zu sehen sein wird.

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