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Außergewöhnlich viel Raum für persönliche Geschichten

Im BZ-Podcast „KontaktAufnahme“ kommen Menschen aus der Region zu Wort

Gast Autor*in |

Bildungszentrum

Siebzig Episoden mit vielen spannenden Gästen: Der Podcast „KontaktAufnahme“ des Bildungszentrums Nürnberg (BZ) widmet sich allerlei gesellschaftlichen Themen. Die Idee dazu hatte Grażyna Wanat,
Programm-Managerin Fachteam Gesellschaft und Kultur am Bildungszentrum, zu Beginn der Corona-Zeit, als es die ersten Kontaktbeschränkungen gab.

Der Name stand rasch fest, ein Jingle wurde produziert. Das Ziel der „KontaktAufnahme“ ist es, den Gästen ganz nah zu kommen: „Wir wollen außergewöhnliche Menschen aus Nürnberg und Umgebung mit spannenden Themen auf einer sehr persönlichen Ebene begegnen, ihren Meinungen und Geschichten Raum geben“, sagt Grażyna Wanat. „Unser Fokus liegt auf tiefgründigen Gesprächen“, erklärt sie und fügt hinzu: „Wir freuen uns immer, wenn die Gäste unheimlich offen sind und uns nah heranlassen.“ Meist haben die Episoden eine Länge von etwa 40 bis 90 Minuten. Zielgruppe sind „Menschen jeden Alters, die sich für die Themen interessieren“. „Jede Folge hat etwas Besonderes. Wir sind stolz darauf, welche Gespräche wir schon führen konnten“, sagt Grażyna Wanat. Sie erinnert sich besonders an Natascha Wodin, die als Kind ukrainischer Zwangsarbeiter in Franken aufgewachsen ist und im Podcast über Stigmatisierung, Ausgrenzung, Schweigen und Tabuthemen sprach.

Podcast Kontaktaufnahme des Bildungszentrums Nürnberg
Bei der Aufnahme entwickeln sich oft sehr persönliche Gespräche mit den Gästen.

Oder Birgit Mair, die über Rechtsradikalismus forscht und Spannendes zu berichten hatte. Joana Mallwitz, international bekannte Generalmusikdirektorin der Staatsphilharmonie Nürnberg, erzählte über analytische Ohren, Führungskompetenzen und Nürnberg als musikalisches Zuhause. Die Moderatorin oder der Moderator spricht mit dem jeweiligen Gast, das Podcast-Team bereitet die Folgen mit geeinten Kräften intensiv vor und nach. „Gestartet sind wir zu siebt. Schon vor dem Gespräch steckt viel Arbeit darin – inhaltlich, indem wir uns Fragen überlegen, sowie in Dramaturgie und Aufbau, damit am Ende eine spannende Folge daraus werden kann“, erzählt Katharina Mittenzwei, die ebenfalls Teil des Podcast-Teams ist und Kursplanerin im Bereich Gesellschaft und Kultur für Kunst und Kunstgeschichte sowie Planerin für „Global Denken, Lokal Handeln“. Das aufgenommene Gespräch ist zunächst um ein Vielfaches länger als die schließlich ausgestrahlten Episoden. „Wir schneiden sie selbst und mindestens eine weitere Person aus dem Team hört sie in voller Länge an. Manchmal wird nochmal nachbearbeitet. Und bei unseren Teamtreffen sprechen wir darüber, was gut war oder was man anders machen könnte“, erklärt Hannah Diemer, Koordinatorin Mitarbeiterfortbildung, Innovations- und Wissensmanagement. Anfangs wurden die Gespräche ausschließlich digital aufgenommen, inzwischen auch mal im Büro der jeweiligen Gäste. Oder der Musikraum wird rasch präpariert, um für eine bestmögliche Akustik zu sorgen. „Einmal haben wir im Klimacamp in Nürnberg während Starkregen aufgenommen, aber der Regen im Hintergrund war eigentlich sogar ganz schön“, erinnert sich Katharina Mittenzwei. Das Besondere an dem Projekt: „Wir haben uns alles selbst beigebracht am Anfang, uns mit der Technik auseinandergesetzt und den Podcast immer wieder weiterentwickelt“, freut sich Grażyna Wanat. „Das Projekt macht unglaublich viel Spaß und ist uns wahnsinnig ans Herz gewachsen“, erzählt Katharina Mittenzwei. Anfangs wurde jede Woche eine neue Folge produziert, inzwischen erscheint alle zwei Wochen eine neue auf den gängigen Podcast- Plattformen. „Wir wissen, dass wir gehört werden. Das ist für uns total schön. Wir freuen uns über jede Rückmeldung“, sagt Grażyna Wanat. Inzwischen steht fest: „Auch wenn wir zur Zeit der Kontaktbeschränkungen gestartet sind: Wir wollen unabhängig von der Pandemie mit dem Podcast weitermachen – und noch viele inspirierende Gespräche führen.“

Text: Text: Lea-Verena Meingast

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